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Stand: 07.06.2016

Pressemitteilung

"Schon bald wird das Haus mit Leben erfüllt sein"

Seit Freitag, 17. März, flattern über dem Neubau des Caritas-Förderzentrums für Menschen mit Behinderungen in Landstuhl die bunten Bänder des Richtkranzes. Knapp fünf Monate nach dem ersten Spatenstich konnte Richtfest gefeiert werden. Wenn die Bauarbeiten weiterhin so zügig vorangehen, soll es im Herbst bezugsfertig sein.

Einen Namen hat das Haus noch nicht, „aber bis zur Fertigstellung soll natürlich einer gefunden sein“, sagte Winfried Hoffmann, Leiter des Caritas-Förderzentrums Paul Josef Nardini in Zweibrücken. Dieser Einrichtung gehören nun auch seit der Fusion zum 1. Januar 2017 auch die beiden neuen Standorte in Landstuhl an. Während im Haus St. Martin in der Königstraße, das die Caritas angemietet hat, bereits im Dezember des vergangenen Jahres 23 Menschen eine neue Heimat gefunden haben, müssen sich die künftigen 18 Bewohner des Neubaus in der Römerstraße noch etwas gedulden.

Die beiden neuen Quartiere lösen das alte St. Martin-Gebäude in der Nikolaus-von-Weis-Straße ab, das seine Dienste getan habe, „aber in die Jahre gekommen ist und deshalb nicht weitergeführt wird“, erläuterte Hoffmann den Gästen, die der Einladung zum Richtfest gefolgt waren. „Die Menschen, die bald hier wohnen werden, haben unterschiedliche Beeinträchtigungen und unterschiedlichen Hilfebedarf. Darauf sind die neuen Räume abgestimmt.“ Eine moderne Heimat, aufgeteilt in zwei Wohnbereiche mit barrierefreien und rollstuhlgerechten Einzelzimmern samt eigener Nasszelle. Und ein wichtiger Schritt, zeitgemäße Voraussetzungen für die Begleitung und Betreuung beeinträchtigter Menschen zu schaffen, so der Einrichtungsleiter.

„Aber modern ist nicht nur das Haus, sondern auch die Umsetzung. Gemäß dem Caritas-Leitbild sehen wir unseren Auftrag darin, keine Sondersituation für die Menschen zu schaffen, sondern ihnen mitten im Sozialraum Landstuhl ein Zuhause zu geben.“ Das beinhalte auch in hohem Maß Teilhabe. Deshalb sei der Standort ideal, um sich ins gesellschaftliche Leben der Stadt einzuklinken. Zumal ein Teil der Bewohner recht selbständig sei und regelmäßig einer Beschäftigung nachgehe, in den Westpfalz-Werkstätten oder der Tagesförderstätte der Reha Westpfalz. Sie in ihrer Eigenständigkeit zu fördern und unterstützen, sei Ziel der Mitarbeiter.

Diesen Aspekt griff auch der Landstuhler Stadtbürgermeister Ralf Hersina mit herzlichen Worten auf. „Wir freuen uns, dass in unserer Mitte dieses Haus geschaffen wird. Mit den zahlreichen Einrichtungen für beeinträchtigte Menschen hat Landstuhl in der Region eine Vorreiterrolle eingenommen.“ Das Gebäude in der Römerstraße bezeichnete Hersina als einen Quantensprung im Hinblick auf die Bedürfnisse der Menschen. „Noch ist es ein Rohbau, aber schon bald wird das Haus mit Leben erfüllt sein. Darauf freuen wir uns“, sagte der erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde, Arno Eckel, der stellvertretend für den Verbandsbürgermeister Dr. Peter Degenhardt gekommen war. Auch Pfarrer Jörg Stengel überbrachte Glückwünsche der Landstuhler Pfarrei Heiliger Namen Jesu.

„Ein Hoch der Bauherrschaft, die dies Projekt erdacht.“ Mit diesem Richtspruch erhob Dachdecker und Zimmermann Jochim Büch sein Glas, um es dann nach alter Sitte zu zerschmettern. „Des Glases Scherben, der funkelnde Wein, sie sollen des Glückes Unterpfand sein.“ Darauf stießen Gäste und Handwerker gemeinsam an und ließen es sich bei der ersten Mahlzeit unter dem Dach des neuen Förderzentrums schmecken.

Text und Fotos: Caritasverband für die Diözese Speyer / Friederike Jung

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