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Stand: 07.06.2016

Pressemitteilung

Funkelnagelneu, hell und freundlich und viele strahlende Gesichter

Einzug in der Römerstraße 1Caritasverband Speyer / Friederike Jung

Die Freude steht ihnen ins Gesicht geschrieben, den neuen Bewohnern des Hauses ebenso wie Einrichtungsleiter Winfried Hoffmann und seinen Mitarbeiterinnen. "Herzlichen willkommen im neuen Zuhause", ruft er ihnen zu. Das Händeklatschen ist nicht zu überhören. Am Morgen haben die Bewohner des Caritas-Förderzentrums Paul Josef Nardini das Haus St. Martin der Außenstelle Landstuhl in der Nikolaus-von-Weis-Straße zur täglichen Arbeit in den Westpfalz-Werkstätten verlassen. Am frühen Abend können sie erstmals ihre Zimmer im neuen Wohnheim in der Römerstraße beziehen.

Zum Empfang stehen für die neuen Bewohner Orangensaft und Brezeln bereit. Aber mehr als die Willkommensgesten interessiert die Menschen mit Behinderungen ihr neues Zimmer. "Der Herr segne dich", steht auf dem Anhänger, den jeder mit seinem Schlüssel ausgehändigt bekommt. Und ab geht’s in zwei Etagen auf Zimmersuche. Alles ist funkelnagelneu. Hell und freundlich sind die Wände und Flure. Farben an Türen dienen der Orientierung. Hellgrün steht für öffentlich zugänglich, dunkelgrün für die Privatzimmer der Bewohner.

Einzug Römerstraße_2Caritasverband Speyer / Friederike Jung

Einige der Bewohner drücken ihre Freude durch Laute, Armbewegungen und Gesten, vor allem aber durch strahlende Gesichter aus. Die Nummer des Schlüssels passt zur Nummer des Zimmers und dem Namen auf dem Türschild. Mit ihrer eigenen Bettwäsche bezogen, finden die Frauen und Männer ihre Betten in den 16 Quadratmeter großen Zimmern vor.

Neue Kleiderschränke warten darauf gefüllt, und Umzugskartons ausgepackt zu werden. Kommoden, Regale, Schränkchen und Stühle, die tagsüber von einer Umzugsfirma von der alten in die neue Wohnung transportiert wurden, müssen in den Zimmern an ihren gewünschten Platz gestellt werden. Die Nasszellen, alle behindertengerecht und barrierefrei, sind in jedem Zimmer großzügig bemessen. Notrufanlage, Telefon und WLAN ergänzen die Ausstattung.

Die sieben Mitarbeiter des Umzugsunternehmens haben ganze Arbeit geleistet. "Ganz großes Kompliment und vielen Dank", ruft Winfried Hofmann gegen 17 Uhr Thomas Staniszewski und seinen Männern zu. Zwei Tage waren für den Umzug geplant, an einem Tag ging alles reibungslos über die Bühne. Maßgeblich am Umzug beteiligt ist auch Haustechniker Michael Titze. Seit Juni hat er geplant, Möbel bestellt und sich um die Sicherheit im neuen Domizil gekümmert.

Sehr zufrieden mit dem Umzug der Bewohner ins neue Wohnheim des Caritas-Förderzentrums in Landstuhl, vor allem aber mit dem Neubau, ist der Einrichtungsleiter. 2,6 Millionen Euro hat sich die Caritas das neue Haus kosten lassen. Das alte Gebäude aus den 60er Jahren sei nicht mehr tragbar gewesen, berichtet Winfried Hofmann. Vom ersten Spatenstich bis zum Umzug sei es ein gutes Jahr gewesen, lobt er die Zügigkeit des Bauvorhabens.

Für 18 Personen bietet das Wohnheim ein Zuhause. Eingerichtet mit allem, was behindertengerechtes Wohnen erfordert, sind die Räume in jeder Hinsicht barrierefrei. Jede Etage bietet eine kombinierte Küche mit Aufenthaltsraum. Küchenteile wie Herd, Spüle und Schränke sind in der Höhe elektrisch verstellbar. Ergänzt wird das Raumangebot durch eine Teeküche, die multifunktional genutzt werden kann, ein Pflegebad mit den dazugehörigen Einrichtungsgegenständen, Räume für Wasch- und Spülmaschinen und Vorräte. Bei der Konzeption der Tagesräume, in denen die Bewohner an Werktagen Frühstück und Abendessen einnehmen, wurde neben Zweckmäßigkeit auch auf Gemütlichkeit geachtet. Zur Küche und Speisetafel gehören im selben Raum eine großzügig angelegte und bequeme Sitzecke samt Fernseher. Für die Aufbereitung warmer Speisen, die vom Kochwerk Simotec an Wochenenden bezogen werden, dient ein Konvektomat.

15 Mitarbeiter in Voll- und Teilzeit kümmern sich um die Bewohner. Unter ihnen kann Gruppenleiterin Kerstin Bettin auf Heilerziehungspfleger, Altenpfleger und Krankenschwestern zurückgreifen und täglich auch auf eine Nachtwache.

Herausgegeben vom Caritasverband für die Diözese Speyer / Text und Fotos: Joachim Schwitalla  Speyer


 

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