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Stand: 07.06.2016

Pressemitteilung

Ein Zuhause mit Zukunft

Einweihung Haus St. Martin

Vor gut vier Monaten wurde das Haus St. Martin von seinen 23 Bewohnern bezogen. Es ist der erste von zwei in Landstuhl neu errichteten Standorten des bisherigen Caritas-Förderzentrums St. Martin. Die Einrichtung hat zum Jahresbeginn mit einer weiteren Caritas-Einrichtung der Behindertenhilfe, dem Förderzentrum Paul Josef Nardini in Zweibrücken, fusioniert.  Am letzten Märztag fand nun die feierliche Einweihung und Segnung durch den Vorsitzenden des Caritasverbandes für die Diözese Speyer, Domkapitular Karl-Ludwig Hundemer statt.

Schon vor der offiziellen Feier herrschte rege Betriebsamkeit. Vor allem die 23 Bewohner konnten es kaum erwarten, ihr neues Domizil den geladenen Gästen vorzuführen. Im Dezember 2016  hatten sie das alte Haus St. Martin in der Nikolaus-von-Weis Straße gegen das frisch fertiggestellte Gebäude in der Königstraße eingetauscht. Der anfängliche Abschiedsschmerz ist inzwischen vergessen, alle haben sich bestens eingelebt. "Weil hier alles schöner und größer ist", waren sich die Bewohner einig.

Einen Grund zum Feiern in der gelungen konzipierten Einrichtung sah auch der Vorsitzende des Caritasverbandes für die Diözese Speyer, Domkapitular Karl-Ludwig Hundemer. Die Fusion des bisher eigenständigen Landstuhler Caritas-Förderzentrums St Martin mit dem Caritas-Förderzentrum Paul Josef Nardini Zweibrücken sei durch gesetzliche Änderungen bedingt gewesen:  "Der Grund liegt in dem 2016 beschlossenen Bundesteilhabegesetz, das keinen Unterschied mehr zwischen stationärer und ambulanter Versorgung macht", erklärte Hundemer. Daraufhin  habe der Caritasverband Speyer seine Angebote abstimmen müssen, um die Teilhabe der Menschen auch weiterhin zu garantieren. Die Fusion führe nicht nur Einrichtungen zusammen, sondern auch zwei Heilige: St. Martin, den Patron der europäischen Caritas und den lokalen Sozialheiligen Paul Josef Nardini.

"Der heutige Tag ist ein großer Meilenstein für die Erneuerung der Caritas-Einrichtungen in Landstuhl. Das zweite Förderzentrum in der Römerstraße ist am Wachsen, die Pläne für das neue Altenzentrum liegen bereits vor", sagte der Domkapitular und sieht darin einen gelungenen Anfang für eine gute Versorgung im Sozialbereich.

Winfried Hoffmann, Gesamtleiter des Caritas-Förderzentrums Paul Josef Nardini, hielt es mit Andreas Bouranis Song "Auf uns" und dem darin besungenen Gemeinschaftssinn. "Auch hier geht jeder für jeden durchs Feuer und das, was vor uns liegt, kann sich sehen lassen." Das Konzept der Einrichtung sei durchdacht und biete den Menschen mitten im Zentrum der Stadt die Möglichkeit, "Dinge zu tun, die ein gutes Leben ausmachen." Das Haus St. Martin solle ihnen keine vorübergehende Station sein, sondern ein Zuhause bis zum Lebensende, mit aller Unterstützung, die gebraucht werde, hob Hoffmann hervor. Die anschließende Schlüsselübergabe an den Heimbeirat erfolgte symbolisch und in Form eines extra großen und im wahrsten Sinne des Wortes frischgebackenen Exemplars.

In seinem Grußwort hob Verbandsbürgermeister Dr. Peter Degenhardt das Haus St. Martin und den zweiten Standort in der Römerstraße als Teil einer sehr prägnanten städtebaulichen Entwicklung hervor und hieß die Bewohner willkommen. "Wir hoffen auf viele interessante Begegnungen in der Stadt." Das bekräftigte auch Stadtbürgermeister Ralf Hersina und bescheinigte dem Standort eine ideale Lage für die Teilnahme "an möglichst vielen Veranstaltungen." Daniel Schäffner, Mitglied des Landtags, setzte auf gute Nachbarschaft und Pfarrer Andreas König, Leiter der Pfarrei Heiliger Name Jesu, freute sich darauf, "gemeinsam in die Zukunft zu gehen."

Als Höhepunkt des offiziellen Teils segnete Karl-Ludwig Hundemer sowohl die vier Kreuze, die Mitarbeiter und Bewohner des Hauses angefertigt hatten, als auch die Räume. Danach durften es sich alle am Buffet und bei Sekt gut gehen lassen, musikalisch begleitet von der Band "Where’s the Grace?".

Text und Fotos: Caritasverband Speyer / Friederike Jung

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