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Stand: 07.06.2016

Pressemitteilung

Caritas-Förderzentren in Landstuhl und Zweibrücken fusionieren

Behinderung

Die Fusion der beiden Einrichtungen der Behindertenhilfe soll den Aufbau des ambulanten Angebotes in Landstuhl unterstützen. Die Anzahl der Plätze und der Mitarbeiter bleibt davon unberührt.

"Wir haben jetzt in Landstuhl nach dem Umzug unserer die Chance, eine Neustrukturierung unseres Angebotes im ambulanten Bereich in den Blick zu nehmen", erklärt der Geschäftsführer der CBS Caritas-Betriebsträgergesellschaft Speyer, Caritasdirektor Vinzenz du Bellier. In der ersten Dezemberwoche 2016 waren 23 Bewohner aus der Nikolaus-von-Weis-Straße in die Königstraße umgezogen. Im Frühjahr 2018 wird voraussichtlich der Neubau für die weiteren 18 Bewohner des Förderzentrums in der Römerstraße fertig werden. "Wir wollen in der Zukunft weg von großen Einrichtungen hin zu familiären Einheiten mitten in den Innenstädten. Außerdem gilt in der künftigen Entwicklung in der Versorgung von Menschen mit Behinderung der Grundsatz ,ambulant vor stationär‘", erläutert der Geschäftsführer. "Da wollen wir uns auch in Landstuhl besser aufstellen."

Die Behindertenhilfe-Einrichtung Paul-Josef-Nardini in Zweibrücken ist in diesem Bereich - auch aufgrund der Größe und des breiteren Angebotes in der Versorgung der Kunden -  schon einen Schritt weiter. "Wir haben in Zweibrücken einen ambulanten Dienst, der jetzt schon viele Kunden zuhause versorgt. Die Fusion macht es uns möglich, auch in Landstuhl von diesem Know-how zu profitieren", sagt du Bellier. Dennoch stehe die Entwicklung des ambulanten Angebotes im kommenden Jahr noch nicht ganz oben auf der Agenda. "Zuerst wird es darum gehen, eine gemeinsame Kultur der beiden Einrichtungen zu entwickeln. Unsere Mitarbeiter sollen sich kennenlernen und austauschen." Mitarbeiter würden nur übergreifend eingesetzt, wenn sie dem zustimmen. Erst im zweiten Schritt, und auch erst nach dem Umzug der 18 Bewohner in das neue Haus in der Römerstraße, werde das Ambulantisierungsprojekt in Landstuhl geplant.

Zum Namen des fusionierten Hauses sagt der CBS-Geschäftsführer: "Der Name der fusionierten Einrichtung wird Caritas-Förderzentrum Paul Josef Nardini lauten. Um in Landstuhl den bisherigen Einrichtungsnamen St. Martin weiterzuführen, wird einer der beiden Neubauten diesen Namen als Hausnamen führen."

Mit den Orts- und Verbandsbürgermeistern in Landstuhl habe man die Planungen besprochen. "Es besteht Verständnis für die Überlegungen. Da keine Nachteile für Landstuhl entstehen und die ambulante Angebotsstruktur sich perspektivisch verbessern wird, ist diese Veränderung für Landstuhl problemlos", so Vinzenz du Bellier.

Im Caritas-Förderzentrum Paul Josef Nardini Zweibrücken werden 242 Menschen mit Behinderung von 75 Mitarbeitern betreut.  Im Caritas-Förderzentrum St. Martin Landstuhl werden 55 Bewohner von 40 Mitarbeitern versorgt. In Landstuhl leben erwachsene Menschen mit Behinderung, die entweder tagsüber eine Werkstatt für Menschen mit Behinderung WfB besuchen oder aufgrund ihres Alters und dem Grad der Behinderung nicht mehr in einer WfB arbeiten können. In Zweibrücken gibt es eine Frühförderstelle, ambulante Frühförderung für Kinder mit Beeinträchtigungen, einen ambulanten Betreuungsdienst, eine Tagesförderstätte, eine Wohnstätte sowie Kurzzeitbetreuung für erwachsene Menschen mit Behinderung.

Text: Melanie Müller von Klingspor

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